Bhajans
"Namasankirtana - ein Mittel zur Selbst-Erkenntnis"

Das Singen von Bhajans (Lieder zur Lobpreisung Gottes) ist in Indien sehr beliebt.
Seit seiner Kindheit hat Sri Swamiji über 3000 Bhajans in verschiedenen Sprachen Indiens wie Sanskrit (die Sprache der heiligen Schriften), Hindi, Telegu, Kannada und Tamil sowie einige wenige in Englisch komponiert.
Mit seiner Gabe, durch das Singen von Bhajans die göttliche Weisheit und Liebe zu vermitteln und die Menschen in die Freude des reinen Seins zu bringen, versetzt Sri Swamiji seine Umwelt immer wieder in Erstaunen. Er vermag es, mittels seiner  sonoren Stimme und den mit Hingabe vorgetragenen Liedern die Menschen zum Bhajan-Singen zu begeistern und anzuregen.

Es werden drei Arten von Bhajans unterschieden:
1. Zur Lobpreisung Gottes und seiner verschiedenen Aspekte
2. Zur Erbittung um Schutz und Hilfe
3. Zur Vermittlung philosophischer Weisheiten, sogenannte Tattva-Bhajans

Gemäß der hinduistischen Lehre besteht die Welt aus unsichtbaren Kräften. Sie alle wurzeln in einer einzigen Quelle, dem "Brahman". Diese Kräfte werden durch die verschiedenen Gottheiten wie Ganapati, Laksmi, Vishnu, Shiva etc. repräsentiert, die wiederum je nach ihrer Ausdrucksform verschiedene Namen tragen. Diesen Gottheiten sind sehr kraftvolle, sogenannte "Keimsilben" (Bijakshara) zugeordnet, die wie Samen die Essenz der gesamten Schöpfung in sich tragen. Sri Swamiji hat diese Keimsilben in seine Bhajans eingeflochten, was sie sehr wirkungsvoll macht.

Er nutzt die Bhajans als universelle Methode zur Vermittlung von Lehre, Kraft und Erkenntnis. Manchmal singt er die Bhajans ohne wörtliche Erklärung und lässt sie allein durch den Klang und das Wort wirken; manchmal erläutert er die Bhajans mit ihrer tiefen Bedeutung, wobei er Geschichten und Gleichnisse aus der indischen Mythologie und Kultur einfügt auf humorvolle und spielerische Art und auf einer Ebene der kunstvollen Einfachheit, die alle Menschen zu erreichen vermag.

Auf seinen Tourneen und Besuchen rund um die Welt ist das "Bhajan-Singen" jeweils Bestandteil des Programms. Menschen in der ganzen Welt treffen sich zu sogenannten Satsangs, um gemeinsam Bhajans zu singen, zu beten und zu meditieren. Durch das Singen von Bhajans erhebt sich die Seele ("jivatman") aus der Verhaftung an ihren physischen, emotionalen und geistigen Körper und kommt der universellen Seele ("paramatman") dadurch näher.

Nama Sankirtana, das wiederholte Singen der göttlichen Namen, ist eine Form des Bhajan-Singens. Gemäß der indischen Lehre ist es im heutigen hektischen Zeitalter, dem sogenannten Kali-Yuga (Yuga = Zeitalter), das einfachste und wirkungsvollste Mittel, um unseren Geist aus der Trägheit und der Leidenschaftlichkeit zu befreien, zu transformieren und uns zu unserem inneren Selbst zu führen.

Wie Bhojana (Essen) Nahrung für unseren Körper ist, so ist Bhajana (hingebungsvolles Singen) Nahrung für unsere Seele. 
                                                                                Sri Swamiji

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